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Projektbeispiel: Industrieschutzhelme
 
Industrieschutzhelme aus naturfaserverstärkten Biopolymeren
     

Helmschale aus nachwachsenden Rohstoffen

Serienproduktion der Helmschalen
     

Aufgrund hoher Anforderungen in bestimmten Industriebereichen werden für Industrieschutzhelme häufig Faserverbundwerkstoffe eingesetzt. Dabei handelt es sich um Verstärkungsfasern (z.B. Glasfasern), welche in einen Kunststoff (auch als Matrix bezeichnet) eingebettet sind. Für Industrieschutzhelme werden häufig Glasfaser-Polyester-Kunstharze oder Textil-Phenol-Kunstharze eingesetzt. Beide Werkstoffsysteme sind – wie viele Verbundwerkstoffe bisher – nach dem Ende der Produktnutzungsdauer nur schwierig zu entsor-gen, da sie nicht verrotten und bei der Verbrennung ein großer Schlackeanteil zur Deponierung verbleibt (von den Glasfasern) sowie das Treibhausgas CO2 frei wird.

Eine Alternative zu den bisher verwendeten Werkstoffen bieten Helmschalen aus pflanzenölbasierten Kunststoffen, die mit Naturfasern verstärkt sind. Die Naturfaserverstärkung kann dabei beispielsweise aus Flachs, Hanf oder auch Baumwolle bestehen.

Gemeinsam mit den unten genannten Partnern ist von der INVENT GmbH eine Helmschale entwickelt wor-den, die zu ca. 85% aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Der Industrieschutzhelm erfüllt die Prüfnorm EN 397 und ist daher für den Handel zugelassen. Gegenüber bisher erhältlichen Helmen aus Faserver-bundwerkstoffen zeigt der neue Industrieschutzhelm einige zusätzliche Vorteile.

- bessere Dämpfung bei Stößen
- der Helm ist nach dem Produktlebensende kein Sondermüll mehr und kann z.B.
nahezu CO2 neutral verbrannt werde
- gegenüber beispielsweise glasfaserverstärkten Helmen ist der neue Helm 15% leichter, was sich in einem höheren Tragekomfort zeigt


Projektpartner:

DLR Inst. f. Strukturmechanik,

gefördert durch das Land Niedersachsen

     
 
     
 
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